Du arbeitest als Gerüstbauer/-in und fragst dich, wie es weitergehen kann? 7 Weiterbildungen bieten sich an: 3 Aufstiegsfortbildungen, 3 Zertifikatskurse und 1 Gründungsweg. Der günstigste Einstieg beginnt bei etwa 500 € („Zertifikat SCC-Schein / Arbeitssicherheit auf Baustellen“). Als Gehaltsorientierung sind rund 29.000 € zum Einstieg und bis zu 48.000 € pro Jahr für die erfassten möglichen Zielrollen hinterlegt.
Zu jeder Option findest du Dauer, Kosten, mögliche Förderung, Voraussetzungen und Gehaltsaussichten.
Angestelltengehälter und selbstständige Einkünfte sind nicht direkt vergleichbar. Die Werte für Selbstständigkeit sind weder Umsatz- noch Gewinnprognosen und können wegen Auslastung, Kosten, Rechtsform und Anlaufphase deutlich unter- oder oberhalb der Spanne liegen. Dafür ist ein eigener Business- und Liquiditätsplan nötig.
Voraussetzung: Zulassung nach § 49 HwO; in der Regel einschlägige oder verwandte Gesellen- bzw. Abschlussprüfung, andere Zugänge mit Berufspraxis oder Ausnahmeentscheidung möglich
Handwerksmeister-Qualifikation für Betriebsleitung, Ausbildung und Existenzgründung im Gerüstbau. Der Lehrgang bringt dir vertieftes Fachwissen in Statik, Aufbauverfahren und Arbeitssicherheit bei. Zentrale Voraussetzung für die Übernahme oder Neugründung eines eigenen Gerüstbaubetriebs.
Voraussetzung: Einschlägiger Ausbildungsabschluss plus ein Jahr Praxis, anderer Ausbildungsabschluss plus zwei Jahre Praxis oder fünf Jahre einschlägige Praxis; Ausnahmen bei gleichwertigen Kenntnissen möglich
Erste Führungsstufe für die eigenverantwortliche Leitung einer Gerüstbaukolonne auf der Baustelle. Der Lehrgang vermittelt Grundlagen in Arbeitsorganisation, Sicherheit und Qualitätskontrolle. Guter Zwischenschritt vor einer vollen Meisterfortbildung.
⏱️ 2 Jahre Vollzeit oder 4 Jahre berufsbegleitend💶 ca. 5.000–9.000 €🎓 Aufstiegs-BAföG möglicherweise anwendbar; Förderfähigkeit prüfen📈 Zielrollen: 38.000 – 48.000 €/Jahr
Voraussetzung: Berufsausbildung im Bauhandwerk
Fachschulqualifikation für Bauplanung, Kalkulation und technische Bauleitung im Hochbau. Angesprochen sind Bau- und Ausbauhandwerker/-innen, die planerisch statt ausführend arbeiten möchten. Ob Vollzeit oder berufsbegleitend, das bleibt dir überlassen.
Zertifikat SCC-Schein / Arbeitssicherheit auf BaustellenZertifikat
Nachweis grundlegender Sicherheitskompetenz, der häufig Voraussetzung für Einsätze auf Industrie- und Großbaustellen ist. Schnell und kostengünstig zu erwerben. Erweitert die Einsatzmöglichkeiten erheblich.
Zertifikat Sachkundige/r für GerüstprüfungZertifikat
Qualifikation zur eigenständigen Prüfung von Gerüsten auf Standsicherheit und Vorschriftskonformität. Eine derzeit gefragte Zusatzkompetenz, die in vielen Gerüstbaubetrieben Voraussetzung für höhere Verantwortung ist. Dauert nicht lange und du kannst es direkt anwenden.
Voraussetzung: Für die Prüfung meist keine formale Zulassung; für die Ausbildertätigkeit zusätzliche persönliche und fachliche Eignung erforderlich
Mit der Ausbildereignungsprüfung (AdA, „Schein nach AEVO“) weist du berufs- und arbeitspädagogische Kenntnisse nach. Für die tatsächliche Ausbildertätigkeit müssen zusätzlich die persönliche und fachliche Eignung sowie die Eignung der Ausbildungsstätte vorliegen. Der Lehrgang ist kurz und in vielen Branchen ein klarer Pluspunkt.
⏱️ 1–3 Monate💶 ca. 1.500–5.000 €🎓 Gründungsförderung individuell prüfen; keine Förderzusage📈 Einkommensorientierung selbstständig: 29.000 – 55.000 €/Jahr
Voraussetzung: Eintragung in die Handwerksrolle erforderlich; Meisterbrief ist ein typischer, aber nicht der einzige Zugangsweg
Gründungscoaching für den Aufbau eines eigenen Gerüstbaubetriebs. Ohne Meisterbrief kommst du hier meist nicht in die Handwerksrolle. Behandelt werden kaufmännische Grundlagen und Kenntnisse zu Ausschreibungen.
Häufige Fragen
Was kostet eine Weiterbildung als Gerüstbauer/-in?
Die Kosten hängen von der Weiterbildung ab und liegen ungefähr zwischen 700 € und 9.000 €. Je nach Weiterbildung und persönlicher Situation können Förderprogramme infrage kommen. Eine Förderung muss vor Beginn individuell geprüft und bewilligt werden.
Welche Förderung gibt es für Weiterbildungen als Gerüstbauer/-in?
Für bestimmte anerkannte Aufstiegsfortbildungen kann Aufstiegs-BAföG infrage kommen. Ein Bildungsgutschein ist nur nach individueller Prüfung möglich; auch Maßnahme und Anbieter müssen zugelassen sein. Für ein Studium können je nach Situation BAföG, Stipendien oder ein Arbeitgeberzuschuss infrage kommen. Die Hinweise sind keine Bewilligungszusage.
Wie viel verdient man als Gerüstbauer/-in – und mit Weiterbildung?
Das Einstiegsgehalt wird hier mit ungefähr 29.000 € brutto im Jahr eingeordnet. Für die erfassten möglichen Zielrollen reicht die Orientierung bis etwa 48.000 € pro Jahr. Region, Erfahrung, Branche, Tarifbindung und Verantwortung können das tatsächliche Gehalt stark verändern.
Welche Weiterbildung passt zu Gerüstbauer/-in?
Ein typischer Aufstiegsweg führt über: Geprüfte/r Gerüstbau-Kolonnenführer/-in → Gerüstbauermeister/-in → Existenzgründung eigener Gerüstbaubetrieb.
Datenbasis: Abschlüsse und Berufswege: BIBB, BERUFENET und zuständige Kammern. Förderung: offizielle Informationen zum Aufstiegs-BAföG und der Bundesagentur für Arbeit. Gehalt: gerundete Orientierungswerte aus amtlicher Entgeltstatistik und öffentlich zugänglichen Gehaltsangaben. Dauer und Kosten: typische Angebotsspannen. DQR-Angaben bezeichnen das Kompetenzniveau, nicht die Gleichartigkeit eines akademischen Abschlusses. Stand: Juli 2026. Keine Förderzusage, Gehaltsgarantie oder Rechtsberatung.