Weiterbildungen für Hebamme (frühere Bezeichnung: Entbindungspfleger)
Für Hebamme (frühere Bezeichnung: Entbindungspfleger) wird das Einstiegsgehalt hier mit rund 34.000 € brutto im Jahr eingeordnet. Für die erfassten möglichen Zielrollen reicht die Orientierung bis 60.000 €; das sind etwa 26.000 € Unterschied, aber keine garantierte Gehaltssteigerung. Auf dieser Seite findest du 7 Wege im Überblick: 1 Aufstiegsfortbildung, 3 Zertifikatskurse, 2 Studiengänge und 1 Gründungsweg. Bei 5 Einträgen ist ein Förderweg markiert, der jeweils individuell geprüft werden muss.
Zu jeder Option findest du Dauer, Kosten, mögliche Förderung, Voraussetzungen und Gehaltsaussichten.
Angestelltengehälter und selbstständige Einkünfte sind nicht direkt vergleichbar. Die Werte für Selbstständigkeit sind weder Umsatz- noch Gewinnprognosen und können wegen Auslastung, Kosten, Rechtsform und Anlaufphase deutlich unter- oder oberhalb der Spanne liegen. Dafür ist ein eigener Business- und Liquiditätsplan nötig.
📈 Möglicher Gehalts-Weg
Praxisanleiter/-in (Hebammenstudium)
Weiterbildung Leitung einer Station / eines Bereiches (DKG)
Master Hebammenwissenschaft
Alle Weiterbildungen im Detail
Studium Hebammenwissenschaft / Hebammenkunde (Bachelor)Studium
⏱️ 6–8 Semester, je nach Studienmodell💶 staatlich häufig ohne Studiengebühren; private Angebote abweichend🎓 DQR-Niveau 6🎓 Finanzierung individuell prüfen (z. B. BAföG, Stipendium, Arbeitgeber)📈 Zielrollen: 38.000 – 48.000 €/Jahr
Voraussetzung: Hochschulzugang und hochschulspezifische Zulassung; für verkürzte oder berufsbegleitende Angebote bestehende Berufszulassung und mögliche Anrechnung prüfen
Der reguläre Zugang zum Hebammenberuf erfolgt heute über ein duales Studium mit staatlicher Prüfung und Bachelorabschluss nach dem Hebammengesetz. Bereits berufszugelassene Hebammen können je nach Hochschule aufbauende, anrechnende oder berufsbegleitende Angebote nutzen; eine pauschale Verkürzung oder ein einheitlicher Studiengang besteht nicht.
Voraussetzung: Bachelor Hebammenwesen oder vergleichbarer Abschluss
Der wissenschaftliche Masterabschluss für Hochschullehre, Forschung und Leitungsaufgaben in der Geburtshilfe. Er qualifiziert für die Weiterentwicklung des Berufsstands und gehobene Positionen.
Still- und Laktationsberater/-in (IBCLC)Internationale Zertifizierung
Voraussetzung: Gesundheitswissenschaftliche Ausbildung beziehungsweise vorgeschriebene Fachkurse, nachgewiesene klinische Praxis in Stillberatung und bestandene IBLCE-Prüfung
IBCLC ist ein internationales Personenzertifikat des IBLCE und kein deutscher staatlicher Weiterbildungsabschluss. Für den Prüfungszugang werden gesundheitswissenschaftliche Kenntnisse, definierte Ausbildung und klinische Praxis in der Stillberatung verlangt. Das Zertifikat ist zeitlich befristet und muss nach den jeweils geltenden Regeln aufrechterhalten werden.
Fortbildung RückbildungsgymnastikZertifikat
⏱️ mehrtägig bis mehrere Wochen💶 ca. 700–1.500 €🎓 Bildungsgutschein eventuell möglich; individuelle Bewilligung erforderlich📈 Zielrollen: 34.000 – 46.000 €/Jahr
Voraussetzung: Berufszulassung als Hebamme; Anerkennung und Abrechnungsvoraussetzungen vorab prüfen
Diese anbieterabhängige Fortbildung vertieft Planung, Belastungssteuerung und Anleitung von Rückbildungskursen. Für Hebammen ergänzt sie vorhandene Berufskompetenzen, schafft aber keinen neuen Heilberuf. Anerkennung, Abrechnung und Aktualisierungsanforderungen sollten vor der Buchung geprüft werden.
Weiterbildung Leitung einer Station / eines Bereiches (DKG)Leitungsweiterbildung
Voraussetzung: Berufszulassung als Hebamme und in der Regel mindestens 24 Monate Berufserfahrung; Zulassung nach Landesrecht oder aktueller DKG-Empfehlung prüfen
Die aktuelle DKG-Empfehlung richtet sich unter anderem an Pflegefachpersonen, Altenpfleger/-innen, Hebammen, OTA, ATA und Notfallsanitäter/-innen. Sie qualifiziert für Führungs- und Leitungsaufgaben und verlangt in der Regel mindestens 24 Monate Berufserfahrung. Landesrecht hat Vorrang; die besonderen Anforderungen an eine verantwortliche Pflegefachperson nach § 71 SGB XI bleiben unberührt.
Selbstständig als freiberufliche HebammeSelbstständigkeit
⏱️ 1–3 Monate Vorbereitung💶 ca. 500–2.000 € (zuzüglich Berufshaftpflicht)🎓 Gründungsförderung individuell prüfen; keine Förderzusage📈 Einkommensorientierung selbstständig: 30.000 – 70.000 €/Jahr
Voraussetzung: Berufszulassung, Berufshaftpflicht, Meldungen und Pflichten nach Landesrecht sowie für GKV-Leistungen Beitritt zum Hebammenhilfevertrag und dessen Qualitätsanforderungen prüfen
Freiberufliche Hebammentätigkeit setzt die Berufszulassung, ausreichenden Berufshaftpflichtschutz, die jeweils geltenden Melde- und Berufspflichten des Landes sowie eine belastbare Betriebsplanung voraus. Für Leistungen gegenüber gesetzlich Versicherten sind Beitritt und Qualitätsanforderungen des Hebammenhilfevertrags zu beachten. Die Einkommensspanne ist keine Gewinn- oder Honorarzusage.
Voraussetzung: Berufszulassung als Hebamme, mindestens zwei Jahre Berufserfahrung im jeweiligen Einsatzbereich, 300 Stunden berufspädagogische Zusatzqualifikation und anschließend 24 Stunden Fortbildung jährlich
§ 10 HebStPrV verlangt grundsätzlich eine Berufszulassung als Hebamme, mindestens zwei Jahre Berufserfahrung im jeweiligen Einsatzbereich, 300 Stunden berufspädagogische Zusatzqualifikation und anschließend 24 Stunden Fortbildung jährlich. Übergangsregelungen können gelten; die Anforderungen sind gegenüber der zuständigen Behörde nachzuweisen.
Häufige Fragen
Was kostet eine Weiterbildung als Hebamme (frühere Bezeichnung: Entbindungspfleger)?
Die Kosten hängen von der Weiterbildung ab und liegen ungefähr zwischen 1.500 € und 15.000 €. Je nach Weiterbildung und persönlicher Situation können Förderprogramme infrage kommen. Eine Förderung muss vor Beginn individuell geprüft und bewilligt werden.
Welche Förderung gibt es für Weiterbildungen als Hebamme (frühere Bezeichnung: Entbindungspfleger)?
Für bestimmte anerkannte Aufstiegsfortbildungen kann Aufstiegs-BAföG infrage kommen. Ein Bildungsgutschein ist nur nach individueller Prüfung möglich; auch Maßnahme und Anbieter müssen zugelassen sein. Für ein Studium können je nach Situation BAföG, Stipendien oder ein Arbeitgeberzuschuss infrage kommen. Die Hinweise sind keine Bewilligungszusage.
Wie viel verdient man als Hebamme (frühere Bezeichnung: Entbindungspfleger) – und mit Weiterbildung?
Das Einstiegsgehalt wird hier mit ungefähr 34.000 € brutto im Jahr eingeordnet. Für die erfassten möglichen Zielrollen reicht die Orientierung bis etwa 60.000 € pro Jahr. Region, Erfahrung, Branche, Tarifbindung und Verantwortung können das tatsächliche Gehalt stark verändern.
Welche Weiterbildung passt zu Hebamme (frühere Bezeichnung: Entbindungspfleger)?
Ein typischer Aufstiegsweg führt über: Praxisanleiter/-in (Hebammenstudium) → Weiterbildung Leitung einer Station / eines Bereiches (DKG) → Master Hebammenwissenschaft.
Datenbasis: Abschlüsse und Berufswege: BIBB, BERUFENET und zuständige Kammern. Förderung: offizielle Informationen zum Aufstiegs-BAföG und der Bundesagentur für Arbeit. Gehalt: gerundete Orientierungswerte aus amtlicher Entgeltstatistik und öffentlich zugänglichen Gehaltsangaben. Dauer und Kosten: typische Angebotsspannen. DQR-Angaben bezeichnen das Kompetenzniveau, nicht die Gleichartigkeit eines akademischen Abschlusses. Stand: Juli 2026. Keine Förderzusage, Gehaltsgarantie oder Rechtsberatung.