Karriereplaner

Weiterbildungen für Uhrmacher/-in

Der klassische Aufstiegsweg für Uhrmacher/-in führt über „Zertifikat Uhrmacher-Spezialisierung Komplikationen (Chronographen etc.)“ und „Uhrmachermeister/-in“ bis hin zu „Existenzgründung eigenes Uhrmacheratelier“. Die dazu hinterlegten Gehaltswerte reichen von etwa 26.000 € bis 44.000 € jährlich; daraus folgt kein individueller Anspruch. Insgesamt stehen 6 Möglichkeiten zur Auswahl. Bei 6 ist ein möglicher Förderweg hinterlegt.

Zu jeder Option findest du Dauer, Kosten, mögliche Förderung, Voraussetzungen und Gehaltsaussichten.

💶 Einstiegsorientierung ca. 26.000 €/Jahr
📈 mögliche Zielrollen bis 44.000 €/Jahr
🎓 6 Weiterbildungen
➜ Zum interaktiven Karriereplaner

💶 Gehaltsorientierung für Uhrmacher/-in

StufeJahreswert
Einstieg (ohne Weiterbildung)ca. 26.000 €
1 Zertifikat Uhrmacher-Spezialisierung Komplikationen (Chronographen etc.)
Gehaltsorientierung
30.000 – 38.000 €
2 Uhrmachermeister/-in
Gehaltsorientierung
34.000 – 44.000 €
3 Existenzgründung eigenes Uhrmacheratelier
Einkommensorientierung (selbstständig)
24.000 – 50.000 €
stark modellabhängig
Höchster Orientierungswert angestellter Zielrollenbis 44.000 €

Angestelltengehälter und selbstständige Einkünfte sind nicht direkt vergleichbar. Die Werte für Selbstständigkeit sind weder Umsatz- noch Gewinnprognosen und können wegen Auslastung, Kosten, Rechtsform und Anlaufphase deutlich unter- oder oberhalb der Spanne liegen. Dafür ist ein eigener Business- und Liquiditätsplan nötig.

📈 Möglicher Gehalts-Weg

  1. Zertifikat Uhrmacher-Spezialisierung Komplikationen (Chronographen etc.)
  2. Uhrmachermeister/-in
  3. Existenzgründung eigenes Uhrmacheratelier

Alle Weiterbildungen im Detail

Uhrmachermeister/-inAufstiegsfortbildung

⏱️ 12–18 Monate💶 ca. 5.000–8.000 €🎓 Aufstiegs-BAföG möglicherweise anwendbar; Förderfähigkeit prüfen📈 Zielrollen: 34.000 – 44.000 €/Jahr

Voraussetzung: Zulassung nach § 49 HwO; in der Regel einschlägige oder verwandte Gesellen- bzw. Abschlussprüfung, andere Zugänge mit Berufspraxis oder Ausnahmeentscheidung möglich

Handwerksmeister-Qualifikation für Werkstattleitung, Ausbildung und Existenzgründung im Uhrmacherhandwerk. Der Lehrgang bringt dir vertieftes Fachwissen in Uhrwerktechnik, Reparatur und Betriebsführung bei. Willst du später ein eigenes Atelier haben, brauchst du diesen Abschluss.

Techniker/-in FeinwerktechnikAufstiegsfortbildung

⏱️ 2 Jahre Vollzeit oder 4 Jahre berufsbegleitend💶 ca. 5.000–9.000 €🎓 Aufstiegs-BAföG möglicherweise anwendbar; Förderfähigkeit prüfen📈 Zielrollen: 34.000 – 44.000 €/Jahr

Voraussetzung: Berufsausbildung im technischen Bereich

Fachschulqualifikation mit Fokus auf Präzisionsfertigung, Mess- und Prüftechnik sowie Konstruktion kleinteiliger Bauteile. Angesprochen sind Feinwerkmechaniker/-innen, die technisch-planerische Aufgaben übernehmen möchten. Bereitet auch auf Positionen in der Qualitätssicherung vor.

Zertifikat Uhrmacher-Spezialisierung Komplikationen (Chronographen etc.)Zertifikat

⏱️ 4–8 Monate berufsbegleitend💶 ca. 2.200–4.000 €🎓 Bildungsgutschein eventuell möglich; individuelle Bewilligung erforderlich📈 Zielrollen: 30.000 – 38.000 €/Jahr

Voraussetzung: Abgeschlossene Berufsausbildung als Uhrmacher/-in

Spezialisierung auf komplexe Uhrwerke wie Chronographen, Kalender- und Automatikwerke. Eine derzeit gefragte Nische bei hochwertigen und Luxusuhren. Erfordert Präzision und vertiefte technische Kenntnisse.

Zertifikat Restaurierung historischer UhrenZertifikat

⏱️ 2–4 Monate berufsbegleitend💶 ca. 1.500–2.800 €🎓 Bildungsgutschein eventuell möglich; individuelle Bewilligung erforderlich📈 Zielrollen: 28.000 – 35.000 €/Jahr

Voraussetzung: Berufsausbildung als Uhrmacher/-in

Vertiefung in der fachgerechten Restaurierung antiker und historischer Uhrwerke. Eine derzeit gefragte Nische bei Sammlern, Auktionshäusern und spezialisierten Uhrenwerkstätten. Erfordert handwerkliches Feingefühl und historisches Interesse.

Ausbilder-Eignung (AEVO)Zertifikat

⏱️ 3–8 Wochen💶 ca. 300–700 €🎓 Bildungsgutschein eventuell möglich; individuelle Bewilligung erforderlich📈 Zielrollen: 26.000 – 30.000 €/Jahr

Voraussetzung: Für die Prüfung meist keine formale Zulassung; für die Ausbildertätigkeit zusätzliche persönliche und fachliche Eignung erforderlich

Mit der Ausbildereignungsprüfung (AdA, „Schein nach AEVO“) weist du berufs- und arbeitspädagogische Kenntnisse nach. Für die tatsächliche Ausbildertätigkeit müssen zusätzlich die persönliche und fachliche Eignung sowie die Eignung der Ausbildungsstätte vorliegen. Der Lehrgang ist kurz und in vielen Branchen ein klarer Pluspunkt.

Existenzgründung eigenes UhrmacheratelierSelbstständigkeit

⏱️ 1–3 Monate💶 ca. 1.500–5.000 €🎓 Gründungsförderung individuell prüfen; keine Förderzusage📈 Einkommensorientierung selbstständig: 24.000 – 50.000 €/Jahr

Voraussetzung: Meisterbrief empfohlen

Gründungscoaching für den Aufbau eines eigenen Uhrmacheratelier oder -geschäfts. Der Meisterbrief hilft, ist je nach Schwerpunkt aber keine Pflicht. Es geht um die Grundlagen zu Einkauf, Reparaturservice und Kundenakquise.

Häufige Fragen

Was kostet eine Weiterbildung als Uhrmacher/-in?

Die Kosten hängen von der Weiterbildung ab und liegen ungefähr zwischen 700 € und 9.000 €. Je nach Weiterbildung und persönlicher Situation können Förderprogramme infrage kommen. Eine Förderung muss vor Beginn individuell geprüft und bewilligt werden.

Welche Förderung gibt es für Weiterbildungen als Uhrmacher/-in?

Für bestimmte anerkannte Aufstiegsfortbildungen kann Aufstiegs-BAföG infrage kommen. Ein Bildungsgutschein ist nur nach individueller Prüfung möglich; auch Maßnahme und Anbieter müssen zugelassen sein. Für ein Studium können je nach Situation BAföG, Stipendien oder ein Arbeitgeberzuschuss infrage kommen. Die Hinweise sind keine Bewilligungszusage.

Wie viel verdient man als Uhrmacher/-in – und mit Weiterbildung?

Das Einstiegsgehalt wird hier mit ungefähr 26.000 € brutto im Jahr eingeordnet. Für die erfassten möglichen Zielrollen reicht die Orientierung bis etwa 44.000 € pro Jahr. Region, Erfahrung, Branche, Tarifbindung und Verantwortung können das tatsächliche Gehalt stark verändern.

Welche Weiterbildung passt zu Uhrmacher/-in?

Ein typischer Aufstiegsweg führt über: Zertifikat Uhrmacher-Spezialisierung Komplikationen (Chronographen etc.) → Uhrmachermeister/-in → Existenzgründung eigenes Uhrmacheratelier.

➜ Jetzt im Karriereplaner vergleichen & merken

Verwandte Berufe

Berufe mit ähnlichen Weiterbildungsmöglichkeiten:

Datenbasis: Abschlüsse und Berufswege: BIBB, BERUFENET und zuständige Kammern. Förderung: offizielle Informationen zum Aufstiegs-BAföG und der Bundesagentur für Arbeit. Gehalt: gerundete Orientierungswerte aus amtlicher Entgeltstatistik und öffentlich zugänglichen Gehaltsangaben. Dauer und Kosten: typische Angebotsspannen. DQR-Angaben bezeichnen das Kompetenzniveau, nicht die Gleichartigkeit eines akademischen Abschlusses. Stand: Juli 2026. Keine Förderzusage, Gehaltsgarantie oder Rechtsberatung.