Für Elektroniker/-in (Handwerk) wird das Einstiegsgehalt hier mit rund 35.000 € brutto im Jahr eingeordnet. Für die erfassten möglichen Zielrollen reicht die Orientierung bis 70.000 €; das sind etwa 35.000 € Unterschied, aber keine garantierte Gehaltssteigerung. Auf dieser Seite findest du 7 Wege im Überblick: 3 Aufstiegsfortbildungen, 2 Zertifikatskurse, 1 Studiengang und 1 Gründungsweg. Bei 6 Einträgen ist ein Förderweg markiert, der jeweils individuell geprüft werden muss.
Zu jeder Option findest du Dauer, Kosten, mögliche Förderung, Voraussetzungen und Gehaltsaussichten.
Angestelltengehälter und selbstständige Einkünfte sind nicht direkt vergleichbar. Die Werte für Selbstständigkeit sind weder Umsatz- noch Gewinnprognosen und können wegen Auslastung, Kosten, Rechtsform und Anlaufphase deutlich unter- oder oberhalb der Spanne liegen. Dafür ist ein eigener Business- und Liquiditätsplan nötig.
📈 Möglicher Gehalts-Weg
Spezialisierung Photovoltaik / E-Mobilität
Elektrotechnikermeister/-in
Eigener Elektrobetrieb (mit Meister)
Alle Weiterbildungen im Detail
Elektrotechnikermeister/-inAufstiegsfortbildung
⏱️ 1–3 Jahre (je nach Modell)💶 ca. 7.000–10.000 €🎓 Aufstiegs-BAföG möglicherweise anwendbar; Förderfähigkeit prüfen📈 Zielrollen: 45.000 – 60.000 €/Jahr
Voraussetzung: Gesellenbrief
Der Meisterbrief berechtigt dazu, einen eigenen Betrieb zu führen und Lehrlinge auszubilden. Du vertiefst Fachwissen, lernst aber vor allem Betriebsführung, Kalkulation und Mitarbeiterführung. Im Elektrohandwerk gilt Meisterpflicht – der Meister ist also Voraussetzung für die Selbstständigkeit und ein anerkannter Aufstiegsabschluss auf Bachelor-Niveau (DQR 6).
⏱️ 2 Jahre Vollzeit / 4 Teilzeit💶 ca. 3.000–6.000 €🎓 Aufstiegs-BAföG möglicherweise anwendbar; Förderfähigkeit prüfen📈 Zielrollen: 48.000 – 62.000 €/Jahr
Voraussetzung: Ausbildung + Praxis
Ein staatlicher Aufstiegsabschluss auf Bachelor-Niveau (DQR 6, heute auch „Bachelor Professional in Technik“). In Vollzeit dauert er 2 Jahre, berufsbegleitend 3–4. Du verlässt die reine Montage und übernimmst Aufgaben in Planung, Konstruktion, Automatisierung und Projektleitung – mit Schwerpunkten wie Energietechnik oder Automatisierungstechnik. Voraussetzung sind eine einschlägige Ausbildung und meist ein Jahr Berufserfahrung.
⏱️ Wochen bis 2 Monate💶 ca. 800–2.000 €🎓 Bildungsgutschein eventuell möglich; individuelle Bewilligung erforderlich📈 Zielrollen: 45.000 – 58.000 €/Jahr
Voraussetzung: Fachkraft-Status
Eine gezielte Zusatzqualifikation für Elektrofachkräfte in den Zukunftsfeldern Solaranlagen (Photovoltaik) und Ladeinfrastruktur für Elektroautos. Du lernst Planung, Installation, Anschluss und Wartung solcher Anlagen samt geltender Normen und Sicherheitsvorschriften. Wegen Energiewende und E-Mobilität ist die Nachfrage enorm – die Kurse dauern oft nur Wochen und steigern deinen Marktwert spürbar.
Mit dem Meisterbrief darfst du dich im Elektrohandwerk selbstständig machen und einen eigenen Betrieb führen (hier gilt Meisterpflicht). Neben dem fachlichen Können brauchst du kaufmännisches Wissen, Startkapital und Kunden. Die Verdienst- und Gestaltungsmöglichkeiten sind groß, ebenso die Verantwortung (Mitarbeiter, Haftung, Auftragslage). Handwerkskammern und Gründungsberatungen unterstützen beim Start.
⏱️ Tage bis Wochen💶 ca. 800–2.000 €🎓 Bildungsgutschein eventuell möglich; individuelle Bewilligung erforderlich📈 Zielrollen: 42.000 – 55.000 €/Jahr
Voraussetzung: Elektro-Fachkraft
Eine Zusatzqualifikation für vernetzte Gebäudetechnik – etwa den KNX-Standard für intelligente Steuerung von Licht, Heizung und Beschattung. Smart-Home- und Gebäudeautomation wachsen stark; die Spezialisierung ist schnell erlernbar und macht dich für moderne Projekte wertvoll.
Geprüfte/-r Betriebswirt/-in nach der HandwerksordnungAufstiegsfortbildung
Die bundesrechtlich geregelte Fortbildung vertieft Strategie, Unternehmensführung, Finanzierung, Personal und Innovation im Handwerk. Die Zulassung richtet sich nach der Betriebswirt-Fortbildungsprüfungsverordnung und kann neben Meisterabschlüssen auch weitere anerkannte Vorqualifikationen berücksichtigen. Die zuständige Handwerkskammer prüft den konkreten Zugang.
Studium Elektrotechnik (berufsbegleitend, B.Eng.)Studium
⏱️ 3,5–4 Jahre💶 ca. 12.000–18.000 €🎓 Finanzierung individuell prüfen (z. B. BAföG, Stipendium, Arbeitgeber)📈 Zielrollen: 52.000 – 70.000 €/Jahr
Voraussetzung: (Fach-)Abitur oder Aufstieg
Ein Ingenieurstudium (Bachelor of Engineering), oft berufsbegleitend. Du vertiefst Elektrotechnik, Energietechnik und Automatisierung und qualifizierst dich für Entwicklung, Planung und Leitung – etwa bei Energieversorgern, Herstellern oder Ingenieurbüros. Dauer 3,5–4 Jahre.
Häufige Fragen
Was kostet eine Weiterbildung als Elektroniker/-in (Handwerk)?
Die Kosten hängen von der Weiterbildung ab und liegen ungefähr zwischen 2.000 € und 18.000 €. Je nach Weiterbildung und persönlicher Situation können Förderprogramme infrage kommen. Eine Förderung muss vor Beginn individuell geprüft und bewilligt werden.
Welche Förderung gibt es für Weiterbildungen als Elektroniker/-in (Handwerk)?
Für bestimmte anerkannte Aufstiegsfortbildungen kann Aufstiegs-BAföG infrage kommen. Ein Bildungsgutschein ist nur nach individueller Prüfung möglich; auch Maßnahme und Anbieter müssen zugelassen sein. Für ein Studium können je nach Situation BAföG, Stipendien oder ein Arbeitgeberzuschuss infrage kommen. Die Hinweise sind keine Bewilligungszusage.
Wie viel verdient man als Elektroniker/-in (Handwerk) – und mit Weiterbildung?
Das Einstiegsgehalt wird hier mit ungefähr 35.000 € brutto im Jahr eingeordnet. Für die erfassten möglichen Zielrollen reicht die Orientierung bis etwa 70.000 € pro Jahr. Region, Erfahrung, Branche, Tarifbindung und Verantwortung können das tatsächliche Gehalt stark verändern.
Welche Weiterbildung passt zu Elektroniker/-in (Handwerk)?
Ein typischer Aufstiegsweg führt über: Spezialisierung Photovoltaik / E-Mobilität → Elektrotechnikermeister/-in → Eigener Elektrobetrieb (mit Meister).
Datenbasis: Abschlüsse und Berufswege: BIBB, BERUFENET und zuständige Kammern. Förderung: offizielle Informationen zum Aufstiegs-BAföG und der Bundesagentur für Arbeit. Gehalt: gerundete Orientierungswerte aus amtlicher Entgeltstatistik und öffentlich zugänglichen Gehaltsangaben. Dauer und Kosten: typische Angebotsspannen. DQR-Angaben bezeichnen das Kompetenzniveau, nicht die Gleichartigkeit eines akademischen Abschlusses. Stand: Juli 2026. Keine Förderzusage, Gehaltsgarantie oder Rechtsberatung.